Funknavigation

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Im Fach Funknavigation soll der angehende Flugkapitän mit den Grundlagen der Radionavigation vertraut gemacht werden. Dies geschieht gründlich (- man muss es lieben lernen!), im späteren Flugbetrieb werden einige Aspekte der Ausbildung aber kaum noch genutzt.

So ist zum Beispiel nahezu jedes Kleinflugzeug heute mit einem GPS ausgestattet - oder der Pilot hat die mobile Variante mit Klemmvorrichtung oder Saugfuß an Bord.

Die Navigationsrechnung erinnert aber in einigen Bereichen an die Atlatiküberquerungen der Gründerjahre oder Flugnavigation mit Retro-Charme. Noch dazu wird Präzision gefordert: Manche Prüfungsaufgaben haben Toleranzen von ein oder zwei Grad - im praktischen Flugbetrieb wird später kaum ein PPL-er seine Einmot so exakt steuern können, - oder doch?!

Auch wenn einige Aspekte in der PPL-Theorie in der Funknavigation fast schon museal erscheinen, sollte der PPL-Aspirant sie nicht pauschal verfluchen. So ist zum Beispiel die VOR-Navigation immer noch eine alltagstaugliche Form der Richtungsfindung, auch im GPS-Zeitalter. Irgendwann sind die Batterien des tragbaren GPS im ungünstigen Moment leer - oder das Gerät hat einen Wackelkontakt. Wohl dem, der dann zumindest noch die Grundlagen der VOR-Navigation beherrscht und sich mit Kreuzpeilungen die Position ermitteln kann.

Auf viele angehende Piloten wirken auch die Rechenverfahren abschreckend. Wer als Freizeitvergnügen fliegen möchte, ist hier mit Geometrie und anderen Herausforderungen konfrontiert, die vielleicht schon in der Schule verhasst waren.

Das wollen wir vertiefen!

Viel Spass damit

Stephan